Watchmen

Gestern war ich in Watchmen. Seit langem hat es hat sich mal wieder gelohnt ins Kino zu gehen.

Watchmen sind in die Jahre gekommene Superhelden und deren Nachwuchs mit übernatürlichen Kräften. Sie sind recht menschlich und bei weitem nicht so übertrieben wie in anderen Comics. Ausgenommen Dr. Manhatten, der ein wenig arg abgespaced daherkommt und so ziemlich alles mittels Gedankenkraft erreichen kann. Auf Dauer wirkt es ein wenig befremdlich, das er fast immer seinen blauen Dödel an der frischen Luft baumeln lässt. Ein paar Szenen sind etwas blutig geraten, aber alles in allem noch erträglich und nicht sehr zahlreich. Der Film, setzt weniger auf Special Effects als auf saubere Dialoge und Charakterbeschreibungen. So etwas habe ich ganz und gar nicht erwartet.

Die Geschichte ist anders als das übliche Schema. Sie spielt in den 80er Jahren und die Epoche wird hervorragend wiedergegeben, ohne die doofen Schulterpolster und modischen Verwirrungen.  Ja, die Welt muss gerettet werden – diesmal vor dem sicheren Atomkrieg zwischen Russland und den Vereinigten Staaten. Nixon ist ein unbeliebter alter Sack und zum fünften Mal Präsident. Der Vietnamkrieg ist gewonnen und die gesellschaftliche Moral liegt am Boden: Korruption, Sex & Crime an allen Ecken und Enden. Dazu kommt, dass die Superhelden außer Dienst gestellt wurden. Die Vereinigten Staaten verlassen sich einzig auf die abschreckende Wirkung und den Schutz durch Dr Manhatten. Der aber verschwindet, nachdem seine Beziehung auseinanderbricht und man ihm die Schuld an der Krebserkrankung mehrerer Freunde und Mitarbeiter vorwirft. Ein guter Zeitpunkt für Russland seine 50000 Atomwaffen in Stellung zu fahren und mit dem Säbel zu rasseln…

Die Filmmusik ist voll 80-er, mit einer kleinen Überraschung.

Sehr empfehlenswert, dauert aber 2 1/2 Stunden mit Pause.