Die Top 3 der schlimmsten Unternehmen

Heute gebe ich euch mal meine ganz persönliche Einschätzung der schlimmsten Unternehmen. Schlimm meine ich aus Kundensicht und in der Regel zeigt sich das wahre Gesicht auch erst dann, wenn mal etwas nicht nach Plan oder Schema F funktioniert. Dann zeigt sich recht schnell wie souverän oder eben auch nicht ein Unternehmen und deren Mitarbeiter reagieren.

Platz 1: Vodafone
Die absolute Kundenabzock- & Verarschungsfirma in Deutschland und möglicherweise auch ausserhalb ist eindeutig Vodafone.
Nachdem mir das Unternehmen für 3 Simkarten für Beate, mich und Opa Westphal glatte 60 Euro im Monat abknüpfen wollte (macht 720 Euro im Jahr!!! oder über 1400 Mark) wollte ich am nächsten Tag die Vertragsumstellung stornieren und anschließend meinen Vertrag kündigen – innerhalb der vorgegebenen Frist. Klappte nur leider nicht, weil ich angeblich ein Handy bei der Umstellung erhalten habe – hatte ich aber nicht. Nun stehe ich zwischen Shop und Zentrale und es stinkt nach Betrug oder zumindest nach Verschleppung der Kündigung. Auf einen Brief an Vodafone Deutschland habe ich nach zwei Wochen eine SMS erhalten ich solle mich doch an den Shop wenden. Eine SMS?! Anonym von ihrem Vodafone-Team. Wow, ist das abgewichst. Das ist die typische „leck-mich-am-Arsch“ Abfertigung einer unterbezahlten Callcentertante.
Liebes Vodafone-Team: Das geht gar nicht!

Platz 2: Deutsche Bahn
Überraschenderweise hatte ich immer viel auf die Bahn gegeben. Nicht mehr so seit heute. Wieder mal haben mich die rot-blauen Freunde heute morgen am zugigen Bahnsteig in Altona verrotten lassen.
Die übliche Salamitaktik bei Verspätungen hängt mir sowas zum Hals raus. Erst 5 Minuten Verspätung, dann 10 Minuten, dann 15 Minuten und so weiter. HALLO gehts noch. Wenn im Stellwerk der Strom weg ist, dann kommt er auch nicht wieder von selbst zurück. Dann muss man eben eine Diesellok holen, um den Zug in den Bahnhof zu schieben. Jungs, das macht ihr doch nicht zum allerersten Mal, oder? Und das dauert immer zwischen 30 und 45 Minuten. Macht einfach eine klare Durchsage und gut. Dann hole ich mir ein Käffchen und eine Zeitung und warte irgendwo im Warmen. Aber Nein, stattdessen stehen alle wie doof am Bahnsteig rum und frieren sich den Arsch ab. Wer es wagt, zum Servicepoint zu gehen, dem wird das Rollo vor der Nase runtergezogen – Danke.
Dann auf der Rückfahrt kurz vor Bremen wurde ein schwerer Gegenstand an den Wagenboden geschleudert. Rums! Das hat richtig dumpf geknallt und der Boden hat vibriert. Ich vermute mal, es war eine armlange Eisenstange oder ein faustgroßer Metallgegenstand. Ich kenne dieses typische Metall-auf-Metallgeräusch. Als braver Bahnkunde berichte ich dem Fahrkartenabknipser davon und versuche, eine genaue Ortsngabe zu machen. Man könnte ja mal nachsehen, ob das Ding noch auf dem Gleisbett liegt bevor der nächste Zug reindonnert und noch etwas passiert.
Aber weit gefehlt: der routinierte Fahrkartenabknipser kennt solche Aufgabenstellungen gar nicht. Steht leider nicht im Arbeitshandbuch. Also kommt das, was jeden normalen Menschen zur Weißglut bringen kann: der antrainierte Dummstellreflex! „Hö, was, wie… war wohl ein Steinchen…“
Dazu fällt mir nichts mehr ein. Wohlverdienter zweiter Platz.

Platz 3: Toyota
Ja, das waren mal tolle Autos. Hässlich wie die Nacht brauchten sie gefühlte 1,3 Liter Öl auf 30000000 km und eventuell neue Wischergummis und Bremsklötze. Reparaturen gab’s so gut wie nie.
Dann kamen die Europäischen Designer und stylten den Avensis neu. Dummerweise hat man auch allerhand neue Steuerelektronik mit eingebaut. Das konnte nicht gut gehen. Die Elektronik tut nicht das, was sie soll und der Wagen stirbt immer wieder an Kreuzungen ab. Ohje, und wieder sitze ich in der Zwickmühle zwischen Händler und Toyota Deutschland: keiner fühlt sich verantwortlich. Die Zentrale will sogar einen Zusammenhang mit dem atmosphärischen Luftdruck erkannt haben. Im Ernst?!
Keiner hat einen Cent aus dem Bremspedaldesaster dazugelernt. Statt dessen hagelt es verschwommene Ausreden und Hinhalteparolen. Sorry Toyota – aber das wars. Nach 1,5 Jahren Verarschung kommt mir kein Toyota mehr vor’s Haus.