Könnte die EHEC Epedemie ein Terrorakt gewesen sein?

Ein klares Ja.

Betrachte man den inzwischen entstandenen Schaden: die 14 verstorbenen Personen, die über 360 intensiv zu behandelnden HUS Fälle, die zur Neige gehenden Blutkonserven, die wirtschaftlichen Ausfälle bei Landwirten und die Zwietracht zwischen Deutschland, Spanien, Russland und anderen Europäischen Staaten, dann wäre das ein Volltreffer für jede Terrororganisation. Genau solche Auswirkungen streben Terroristen an: lange anhaltend und vielschichtig. Es geht nicht darum sofort, viele Todesopfer zu erzielen.

Leider muss ich feststellen, dass unser Behörden diese Möglichkeit wohl zu leichtfertig und zu früh ausgeblendet hatten. Jetzt, da sich die Spanische Gurke als unschuldig erwiesen hat ist es für eine erfolgreiche kriminologische Spurensuche so gut wie zu spät. Es ist wahrscheinlich, dass Infektionsquelle und Verursacher nie mehr gefunden werden.

Ich hätte sofort den Hafengeburtstag (6-8 Mai) genauer unter die Lupe genommen. Diese Veranstaltung liegt rückblickend im richtigen Zeitfenster. Und von ihrer Größenordnung mit 1 Mio+ Besuchern bietet sie ein ideales Ziel für einen Terrorakt.

Sorgen macht mir jetzt der Umgang unserer Behörden mit der Epedemie und deren Ausbreitung. Es gibt keine Entwarnung und es gibt keine Versuche der Eindämmung, die über den Umgang mit Rohkost hinausgehen.

Momentan wird rein garnichts proaktiv unternommen, um eine mögliche Katastrophe zu verhindern. Es wird auch nichts unternommen, um eine wiederholte Einstreuung von EHEC Erregern in Lebensmittellieferungen, Trinkwasser, Klimaanlagen und ähnliches zu verhindern. Es gibt praktisch keine erhöhten Sicherheitsmaßnahmen an Verkehrsknotenpunkten und Lebensmittelverteilpunkten wie Märkten, Großlieferanten und Veranstaltungen mit vielen Imbissbuden. Warum nicht?

Hochrisiko-Orte an denen Mensch-zu-Mensch Ansteckungen sehr wahrscheinlich sind werden nicht geschlossen oder intensiv desinfiziert und überwacht. Das betrifft Schulen und Kindergärten, Altenheime, Schwimmbäder, öffentliche Toiletten und einige mehr. Warum so zögerlich?

Dabei sind die drängendsten Fragen noch unbeantwortet. Wie hoch ist die Gefahr der weiteren Mensch-zu-Mensch Ansteckung für diesen Subtyp O104:H4? Wie sind die Ansteckungswege?

Sollte die Zahl der Neuansteckungen in den nächsten Tagen weiterhin linear oder sogar geometrisch verlaufen, wird die Lage unkontrollierbar und die Folgen werden sehr hässlich, besonders hier in Hamburg.

Meine Meinung: momentan liegt das Erkrankungsrisiko in Hamburg bei 1:3000, das ist schon sehr bedenklich. Sollte dieser Wert auf 1:1000 oder weniger sinken sind persönliche Maßnahmen angeraten.

Eine Antwort auf „Könnte die EHEC Epedemie ein Terrorakt gewesen sein?“

  1. In der Bewertung unseres Krisen-Mangement der Regierung stimme ich dir voll zu – aber auch garnichts wird erzählt – wir haben jetzt schon mehr Ansteckung als bei der Ach so großen Grippewelle vor zwei Jahren (aber da gab´s ja auch Geld zu verdienen mit Impfstoff). Immer noch heißt es – Gemüse waschen – Nein, es muss 2 Minuten über 70 Grad Kerntemeratur haben! (Steht übrigens in der Info auf der Seite vom Bundesinstitut für Risikobewertung). Und was ist, wenn es doch Käse oder Milch ist? Frau Aigner hat vor zwei Tagen ein Krisentreffen gehabt – hat irgendeiner mal nähreres darüber gehört ? Das finde ich langsam wirklich bedenklich…

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