Should I stay or should I go?

In letzter Zeit frage ich mich, ob es Sinn macht diesen Blog weiter zu betreiben. Seit den Spionageskandalen der letzten Monate ist mir die Lust am Bloggen gehörig vergangen. Was privat ist sollte auch privat bleiben. Aber wer garantiert das?
Nun unterhalte ich diesen privaten Blog und werfe mein Leben nicht freiwillig Facebook, Google und Co. in den Rachen. Aber reicht das? Werden die Inhalte nicht trotzdem maschinall gelesen und ausgewertet? Ein blödes Gefühl bleibt da zurück.

Ganz nebenbei nervt die dauernde Aktualisiererei. Von Windows bereits gewohnt möchte so eine Blogsoftware mit allerhand Plugins ebenfalls alle paar Wochen aktualisiert werden. Leider vergesse ich das gelegentlich und laufe dann Gefahr professionellen Hijackern auf den Leim zu gehen. Ständig werden irgendwelche Sicherheitslücken gefunden die auch tatsächlich gerne ausgenutzt werden – ist mir schon drei Mal passiert. Wenn man dann den ganzen Mist wieder neu aufsetzen muss ist man wirklich am A****.

Und jetzt schreibt mir mein Hoster 1&1 das ich eine veraltete PHP Version verwende und endlich auf die neue Version 5.5 umrüsten soll. Klasse, nur ein Häkchen beim Hoster gesetzt, Ok gedrückt und schon hat es einem die ganze WordPress Installation zersemmelt. Will ich das wirklich?

Nun am Ende will ich es. Erstens bleibe ich so fit und auf dem neuesten Stand  dieser Webtechnologie und zweitens lasse ich mich wegen solcher kleiner Hürden doch nicht zu irgendeinem intransparenten Fertigangebot wie Facebook, Blogger oder Google+ vertreiben. Basta.
I stay.

 

Klassische Menüs in MS Office 2007 und 2010

Dank Kapis Kommentar bin ich auf die Seite von UBitMenu gestoßen. Dort kann man sich für private Zwecke kostenlos ein Add-on für Microsoft Office 2007 und 2010 herunterladen, welches die klassischen Menüstrukturen von Office 2000 und 2003 nachbildet.

Ich habe das Tool gleich mal runtergeladen und ausprobiert. Es funktioniert tadellos in beiden Versionen 2007 und 2010, sogar in der 2010 Click-to-run Version, dort ausgenommen in Outlook. Doch Outlook ist sowieso leicht zu bedienen.

UBitMenu ist ein tolles Tool für all die ewig gestrigen wie mich. Das Beste ist, dass die Ribbons trotzdem daneben erhalten bleiben. So kann man sich nach und nach umgewöhnen. Und wenn ich wiedermal einen Befehl in den Ribbons nicht finde, dann gehe ich in das klassische Menü. Dort finde ich die meisten Befehle im Schlaf.

Microsoft Office 2010

Gestern und heute habe ich meine ersten echten Erfahrungen mit Office 2010 gemacht.
Gleich vorweg: soeben habe ich das gesamte Office 2010 Paket deinstalliert und mein altes Office 2003 wieder installiert. Meine Erfahrungen waren durchweg enttäuschend.

Hier die Details:
Toll sieht es ja schon aus das neue Office, aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen.
Gestern hatte ich mir Office Home and Business 2010 von Saturn geholt. Mit 299 Euro ist es ja nicht gerade billig aber dennoch günstiger als die bisherigen 369 Euro. Zuhause habe ich es dann gegen Abend installiert. Besonders auf Onenote habe ich mich gefreut. Das habe ich auf meinem privaten PC schon als 2007er Version zu schätzen gelernt.

Schon während der Installation wurde ich stutzig: Microsoft schlug eine Upgradeinstallation vor. Warum auch nicht. Aber hieß es nicht ganz offiziell, dass es keine Upgrades gibt? Merkwürdig! Nach erfolgreicher Installation war der Schock perfekt. Office Home and Business kommt ohne Publisher daher, das war mir schon klar. Aber dass meine 2003er Version des Publishers einfach so deinstalliert wurde finde ich frech. Daneben wurde auch gleich Visio Professional 2002 komplett entfernt.

Das ist der Hammer!

Wohl oder übel habe ich das neue Office Paket registriert in der Hoffnung den Onlinesupport diesbezüglich in Anspruch nehmen zu können.
Das endete wieder in einem Reinfall. Merkwürdigerweise hat Microsoft nur Onlinesupport via Webportal. Dort muss man aber erst seine Product-ID Nummer eingeben. Es könnte ja jeder daherkommen. Ohne ID kostet der Support richtig Geld. Mann kommt auch nur noch mit Kreditkartennummer weiter.
Also die Product-ID des gestern installierten und registrierten Office Pakets eingetippt und – Fehlanzeige. Die Product-ID ist ungültig hieß es da. Die Nummer mehrfach geprüft und neu eingetippt. Nix!

Jetzt kam mein Blut so richtig in Wallung: ist denn keine Kontaktaufnahme mit Microsoft möglich ohne gleich „abgezogen“ zu werden?
Naja, das stimmt nicht ganz. Es gibt noch technische Hilfe auf Twitter. Also habe ich mich bei Twitter registriert und mein Leid geklagt. Nach einem halben Tag kam immer noch keine Reaktion.
Letztendlich habe ich noch ein Microsoft Forum aufgetan wo ich ebenfalls mein Problem gepostet habe. Na, ihr könnt es euch schon denken. Ebefalls ohne Reaktion.

Wohl oder übel habe ich Outlook konfiguriert und dann in Word begonnen ein neues Dokument anzulegen. Da kamen die nächsten Überraschungen mit den Menübändern. Einige Funktionen waren schlichtweg unauffindbar wie z.B. ausgewählten Text einer anderen Sprache zuweisen oder die Absatzformatierung innerhalb von Tabellen. Nachdem ich fast 3 Stunden für ein lächerliches zweiseitiges Dokument verschwendet habe, dafür brauche ich sonst gerade mal 30-40 Minuten war meine Geduld am Ende.

Word zugemacht und Firefox auf. Dann begab ich mich auf Hilfesuche via Google. Mein Rettungsanker war MicrosoftFixit50450. Zuvor hatte ich ettliche Einträge über fehlerhafte Deinstallationen gefunden. Also das Tool runtergeladen und angeworfen. Nach 10 Minuten war der Rechner von Office 2010 befreit und fertig zur Reinstallation meines alten 2003er Pakets mit Publisher und Visio 2002.

Nun funktioniert wieder alles so wie es soll und ich bin um eine Erfahrung reicher: Trau‘ Microsoft keinen Millimeter.