Es ist Maronenzeit

Pilzkorb

Gestern war ich in Schleswig-Holstein in der Nähe von Großenaspe. Eigentlich wollte ich nur das schöne Wetter nutzen und nebenbei nach ein paar Pilzen Ausschau halten. Ich wusste schon das dort gerne Maronen wachsen. Aber mit so vielen habe ich nicht gerechnet. Obendrein waren die wenigsten Pilze madig oder von Schnecken angefressen. Nach einer Stunde war mein neuere schwedischer Pilzkorb voll.

Schön finde ich, das der Korb die Pilze viel schonender transportiert als die von mir geliebten Stoffbeutel. In Zukunft werde ich nicht mehr mit diesen Beuteln losziehen. Zwar können die Pilze darin gut „atmen“ aber sie bekommen leichter Druckstellen, was nun mit dem Korb nicht mehr passiert. Gerade Maronen sind da sehr empfindlich.

Abends gab es dann eine leckere Pilz-Kartoffelsuppe. Es schmeckte fast wie bei Oma.

Eine vielversprechende Pilzsaison startet

Heute habe ich Jörn einen modifizierten Rollstuhl organisiert und nach Jesteburg gebracht. Wir haben ihn gleich ausprobiert und sind mit „gestrecktem Bein“ mal eben raus an die frische Luft gegangen.

Heute war ein besonders regnerischer und schwüler Tag und dementsprechend stark roch es nach Pilzen als wir draussen an der Luft spazierengingen.

Also bin ich im Anschluss noch mal in die Heide gefahren und habe mich nach Pilzen umgesehen, wobei ich nicht viel erwartet habe nachdem die Sonntagssammler alles abgegrast haben. Es hat nicht lange gedauert und da habe ich die ersten Filzröhrlinge gesehen. Dann ettliche grüne Täublinge, viele wunderschöne Perlpilze und ungewöhnlich große, festfleischige Violette Lacktrichterlinge.

Das könnte eine tolle Pilzsaison werden. Immerhin war es im Juni/Juli schön trocken.

Rotkappenrisotto mit Kürbis

So sieht das Risotto nach 10 Minuten aus, wenn der Kürbis dazugegeben wurde.

Zutaten

2 Lauchzwiebeln
2 EL Olivenöl
250g Risottoreis
½ Hokkaido Kürbis klein (ca. 500 g)
2 Hand voll getrocknete Rotkappen (ca. 70g)
750 ml Frische Hühnerbrühe oder ersatzweise Fond oder Brühe aus dem Glas
50 ml Wermut (z.B. Noilly Prat)
2 EL Butter
4 kleine Zweige Thymian
4-5 EL geriebener Parmesan und nach Belieben zum Bestreuen
Salz und Pfeffer

Zubereitung

Pilze in ein wenig heißem Wasser einweichen. Lauchzwiebeln waschen, putzen, fein schneiden bzw. würfeln. Kürbis entkernen, waschen und in möglichst kleine Würfel (½ cm) schneiden. Brühe erhitzen.

In einem großen, weiten Topf die Zwiebeln mit Olivenöl andünsten. Risottoreis zugeben und ebenfalls unter Rühren glasig dünsten; mit Wermut ablöschen. Pilze zusammen mit dem Einweichwasser dazu geben. Wenn das Wasser verkocht ist ca. 1-2 Kellen Brühe dazu geben, so dass der Reis bedeckt ist. Bei kleiner Hitze köcheln lassen und ab und zu umrühren. Nach ca. 10 Minuten die Kürbiswürfel und den Thymian unterrühren. Insgesamt ca. 20-30 Minuten köcheln lassen und immer wieder heiße Brühe nachgießen.

Wenn der Reis gar ist, Butter und geriebenen Parmesan unterrühren. Der Reis kann noch einen bissfesten Kern haben. Das Risotto sollte cremig sein und beim Rühren eine Welle bilden. Die Thymianzweige herausnehmen, das Risotto mit Salz und Pfeffer würzen und heiß servieren. Nach Belieben mit geriebenem Parmesan bestreuen. Dazu passt ein leichter bis mittelschwerer Rotwein.

Tipp: Wer frische Pilze zur Hand hat schneidet ca. 100 g in Scheiben oder Stücke. Dann in wenig Butter braten, salzen und pfeffern und über das Risotto streuen.

Danke an Elke für die Rezeptentwicklung.

Weitere gute Risottorezepte und chemisch-verfahrenstechnische Hintergründe findet man in Hans Gerlachs lustigen Kochbuch Kochen (fast) ohne Rezept.

Schweden 2007

Heute gibt es mit einigen Wochen Verspätung die ersten Bilder unseres Schwedenurlaubs im September. Leider gab es diese Jahr nur wenige Pilze. Aber einige schöne Exemplare waren doch dabei. Und die haben Klara auch gut geschmeckt.

Wald1

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