We’re rare, we’re first, or we’re fucked.

WBWDas ist ein kleines Zitat aus dem wunderschonen Blogpost von Whaitbutwhy zum Fermi Paradox. Dieser Artikel hat mich einige Zeit beschäftigt, besonders die Theorie zum großen Filter. Liest man dann noch den verstörenden Artikel zur künstlichen Intelligenz, dann ergibt sich daraus eine ziemlich üble Vorahnung…

Der Artikel zur künstlichen Intelligenz ist zweiteilig und sehr lesenswert aber nichts für Menschen mit schwachen Nerven. Ich habe mir dafür drei Abende Zeit genommen; ich bin eben kein schneller Leser. Hinterher habe ich etwa 14 Tage zum Verdauen gebraucht.

Aber so langsam verdichten und verknüpfen sich die verschiedenen Theorien zu einem neuen Gesamt-Weltbild. Das ist zwar ebenfalls nicht sehr erfreulich aber es hilft mir offene Fragen zu beantworten.

Übrigens schreiben die Jungs bei Waitbutwhy auch interessante Artikel zu anderen Themen.

Die ersten Druckversuche

Natürlich konnte ich nicht umhin meine ersten Druckversuche mit einem angemessenen Modell zu unternehmen. Rasch mal auf Thingiverse nachgesehen und siehe da, es gibt sogar den Millenium Falken zum Download.

Das Modell habe ich etwas herunterskaliert und so wie es ist gedruckt. Das Ergebnis ist ganz passabel. Selbst die kleinen Strukturen sind gut erkennbar. Und sogar die Parabolantenne ist was geworden. Dazu muss man wissen, dass das Modell aufrecht stehend ohne weitere Stützen gedruckt wurde, so wie im letzten Bild zu sehen. Das heißt der Großteil der Parabolantenne wurde „frei schwebend“ gedruckt.

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Der 3D Drucker ist da

Vergangene Woche habe ich endlich meinen lang ersehnten Ultimaker 2+ erhalten. Den Drucker habe ich bei ELV bestellt, nachdem ich bei iGo3D mehrfach erfolglos im Shop versucht habe jemanden zu erreichen. Natürlich hätte ich auch bei iGo3D online bestellen können. Da der Preis aber überall derselbe ist bin ich dort hingegangen wo ich sowieso schon einen Account habe.

Sauber verpackt kam der Drucker so an:

UM2+ im Karton

UM2+ im Karton

Und nach dem Auspacken hat er sofort sein neues Plätzchen auf dem Arbeitstisch bezogen. Der Tisch hat zuvor noch neue, 10 cm höhere Tischbeine erhalten.

Ultimaker auf dem Arbeitstisch

Ultimaker auf dem Arbeitstisch

Wittenbergstraße 21.01.2014 – zwischen 9:00 und 10:00 Uhr

Gegen 9:00 Uhr kam heute die Stadtreinigung , um die gelben Säcke abzuholen und die gelben Tonnen zu leeren. Seit der veränderten Verkehrssituation möchte ich nicht mehr in der Haut der Müllfahrer stecken.

Heute fuhr der Müllwagen Richtung Westen, was ich bisher nie beobachtete. Es wundert mich aber nicht, da die Ostroute immer schwerer zu durchfahren ist. Ich habe früher schon beobachtete wie das Müllaute wenden und rückwärts durchzirkeln musste, weil es vorwärts nicht mehr ging. Das klingt absurd, kennt aber jeder LKW Fahrer als Notlösung. Da klingt es wie Hohn, wenn die Polizei wechselseitiges Parken mit nur 3 Metern Abstand vorschlägt. Was die Müllabfuhr wohl dazu sagt?

Das Müllauto steht also direkt vor meinem Wohnzimmerfenster, ganz rechts am Straßenrand, damit der übrige Verkehr vorbeifließen kann. Ebenfalls von Osten kommt ein LKW der wohl Baustoffe in der Von-Hutten-Straße abgeliefert hat und schnell zum nächsten Kunden liefern möchte. Er fährt vollflächig über den linken Bürgersteig und brettert mit mehr als 30 km/h am Müllwagen vorbei. Sprachlos stehe ich am Fenster. Gut, dass kein Fußgänger und Müllmann ihm in die Quere kam. Der wäre platt gewesen.

Wittenbergstraße 20.01.2014 – 17:15 Uhr

Ende der Wittenbergstraße nahe der Einmündung zur Lutherhöhe - Ausschnitt Google Maps

Ende der Wittenbergstraße nahe der Einmündung zur Lutherhöhe

Zwei PKWs kommen mir entgegen weichen nach dem Einbiegen in die Wittenbergstraße sofort auf den linken Gehweg aus und fahren rechts an mir vorbei (roter Bereich). Ich bleibe stehen, öffne das rechte Seitenfenster und versuche die Fahrerin des ersten Autos anzusprechen. Sie öffnet ihr Fenster nicht. Dafür springt der Fahrer hinter ihr aus dem Auto und brüllt mich an: „Hey Alter fahr einfach weiter.“ Ich frage ihn, ob ich besser die Polizei rufen soll. Er pöbelt zurück: „Mach jetzt nicht so ein Fass auf…“ In seinem Auto sitzt ein junges Mädchen. Es hält sich verängstigt die Ohren zu. Auch meine Tochter (9) sitzt hinter mir auf dem Rücksitz wirkt verstört. Kopfschüttelnd fahre ich weiter, den Kindern zuliebe.

Was sind das für rücksichtslose Menschen?

Verkehrstagebuch Wittenbergstraße

EinfahrtVerbotenWie alles begann.

Im Jahr 2013 hat die Polizei und Verkehrsbehörde die zeitlich beschränkte Einfahrt Verboten Beschilderung (7-9 h) zwischen Wittenbergstraße und Wormser Straße entfernt. Ebenso hat sie die Hinweisschilder zur Einfahrt Verboten (7-9 h) (in 400 m) an der Einfahrt zur Wittenbergstraße an der Lutherhöhe entfernt.
Außerdem hat die Polizei 2015 unter Androhung von Strafe durchgesetzt, dass die Anwohner nur noch auf der Straße parken. Bis dahin stellten viele Anwohner ihre Autos mit zwei Rädern auf den Bürgersteig. ParkenDiese Art zu Parken ist in Altona und Bahrenfeld weit verbreitet und war bis vor einigen Jahren sogar durch entsprechende Beschilderung in der Wittenbergstraße erwünscht. Die Schilder verschwanden mit den Jahren und nun sollen wir mit allen vier Rädern auf der Straße stehen. So will es die Polizei und wer sich nicht fügt der zahlt.

Das Resultat beider Maßnahmen ist verheerend.
Einerseits hat das Schild Einfahrt Verboten (7-9 h) wahre Wunder bewirkt und den Durchgangsverkehr aus der Wittenbergstraße effektiv ferngehalten.
Die Verkehrsberuhigung wurde zusammen mit weiteren Einfahrtsverboten an der Von-Hutten-Straße und dem Kielkamp vor Jahrzehnten als Gesamtmaßnahme um den Lutherpark geplant und eingeführt.

Die meisten Autofahrer übersahen schlicht die zeitliche Begrenzung und mieden die Wittenbergstraße gänzlich. Die zu Fuß und mit dem Rad kommende Schüler der Stadteilschule Bahrenfeld hatten dadurch einen sicheren Schulweg zur Rückseite der Schule und wir Anwohner waren durch die Verkehrsberuhigung glücklich.

Obwohl an der Lutherhöhe die Durchfahrt verboten ist und nur Anlieger diese Straße nutzen dürfen hat das bisher wenige daran gehindert nach Schleichwegen zu suchen. Mit dem Wegfall des Einfahrtverbots sind nun regelrechte Dämme gebrochen und der Durchgangsverkehr hat sich vervielfältigt, ca. 5 bis 10fach und besonders morgends und nachmittags währen des Berufsverkehrs.

Durch die zweite Maßnahme, das Parken auf der Straße zu erzwingen werden die Bürgersteige zwar nicht mehr eingeengt aber dafür lebensgefährlich. Dazu komme ich weiter unten. Erst einmal reduzierte sich hierdurch die Anzahl der Parkplätze. Das mag wenig relevant erscheinen hat aber eine unerwarteten Nebeneffekt. Weil nun der Parkraum weniger geworden ist werden die verbleibenden Flächen dichter und bevorzugt einseitig beparkt. Es bilden sich unübersichtliche „Schläuche“ in denen nur noch ein Fahrzeug in jeweils eine Richtung fahren kann. Kommt nun ein anderes Fahrzeug entgegen weichen viele Autofahrer einfach auf den Gehweg aus. Das geschieht mehrmals täglich besonders zu Stoßzeiten und ohne dass die Geschwindigkeit reduziert wird. Im Gegenteil, meist wird noch Gas gegeben, um schnell am Gegenverkehr vorbeizukommen.
Auf diese Art und Weise wurden in den letzten Monaten mindestens zwei Mal Kinder die aus den Gartenpforten auf den Gehweg heraustraten um Haaresbreite umgefahren. An mehreren Gefahrenpunkten wurden bereits Poller auf den Gehwegen aufgestellt. Trotzdem kommt es immer noch täglich zu solch gefährlichen Ausweichmanövern und es ist nur eine Frage der Zeit bis ein tödlicher Unfall, sehr wahrscheinlich mit einem Kind, passieren wird.

Weil diese Situation für die Anwohner und besonders für die Kinder so extrem gefährlich geworden ist habe ich einen Brief an die Polizei/Verkehrsbehörde und den Verkehrsausschuss der Bezirksversammlung der Bürgerschaft Altona geschrieben. Das Resultat war eine schriftliche Antwort und ein einstündiger Besuch von Herrn Lenz von der Polizei PK252 Nottkestraße am 7. Januar 2016.

Herr Lenz konnte mir erklären warum die Einfahrt Verboten Beschilderung entfernt wurde. Es kam zu gefährlichen Wendemanövern an der Schule und es ist schlicht nicht zulässig das Schild 267 zeitlich zu beschränken (z.B. 7-9 h). So nachzulesen in den Allgemeinen Verwaltungsvorschriften zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV-StVO) §§39-43. Darum wurde die Beschilderung ersatzlos entfernt. Auf die Parksituation angesprochen scheint Herrn Lenz das Parken auf dem Bürgersteig ein ganz persönlicher Dorn im Auge zu sein. Ich hatte das Gefühl, dass ihm die Fußgänger besonders am Herzen liegen, was ich durchwegs befürworte. In dieser speziellen Situation ist das alleinige Parken auf der Straße aber kontraproduktiv.
Der Rest der Unterhaltung, die durchaus angenehm und informativ war, verlief leider recht einseitig und ich hatte das Gefühl nicht oft zu Wort zu kommen. So endete der Besuch einzig mit dem Vorschlag, die Anwohner mögen doch wechselseitig parken, um den Durchfahrern den Fahrspaß zu nehmen. Dieser Vorschlag ist prinzipiell nicht verkehrt hat aber zwei Schwächen. Ungern setze ich mein Auto als Verkehrshindernis ein, weil ich am Ende den Schaden und die Scherereien habe, wenn jemand auffährt. Außerdem wird dadurch der verfügbare Parkraum noch weiter reduziert. Ich schätze, dass dadurch etwa die Hälfte aller Parkflächen im Vergleich zum Erstzustand verloren gehen. Das wird nicht funktionieren und die Anwohner werden gegeneinander aufgebracht.

Weil die Situation so vertrackt ist, habe ich beschlossen hier ein öffentlich zugängliches Tagebuch zu führen. Mir liegt eine Lösung der Situation sehr am Herzen genauso wie das Wohl meiner beiden Kinder und aller anderen Kinder in der Straße.